WELSCH INDUSTRIAL
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Reverse Engineering & Modellierung

Reverse Engineering & Modellierung - Bild 1
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Beschreibung

Zahlreiche Hochleistungswerke der globalen Betondachsteinindustrie betreiben "verwaiste" Maschinen – Anlagen ohne Originaldokumentation, die vom ursprünglichen Hersteller nicht mehr unterstützt werden. Mit Reverse Engineering und Modellierung schließt WELSCH die Lücke zwischen bestehender Anlagentechnik und moderner digitaler Konstruktion. Wir dokumentieren, optimieren und rekonstruieren Ihre kritische Infrastruktur – unabhängig vom Originalhersteller.

Herkömmliches Reverse Engineering liefert häufig nur statische Geometriemodelle ohne Konstruktionslogik. WELSCH verfolgt einen anderen Ansatz: Wir verbinden physische Messdaten mit konstruktivem Verständnis und analysieren nicht nur die Form eines Bauteils, sondern dessen konstruktive Intention.

Parametrische Volumenmodellierung: Wir erstellen nicht-parametrische, semi-parametrische oder vollparametrische Volumenmodelle. Die resultierenden CAD-Daten enthalten technische Abhängigkeiten und die vollständige Konstruktionshistorie – eine Voraussetzung für spätere Modifikationen und Optimierungen.

Funktionale Integration: Erfasste Geometriedaten verknüpfen wir mit Materialinformationen, Funktionsdaten und Technologieparametern. So ist sichergestellt, dass die rückkonstruierte Komponente innerhalb der spezifischen kinematischen Randbedingungen Ihrer Maschine zuverlässig funktioniert.

Unser Reverse-Engineering-Prozess stützt sich auf das WELSCH-eigene Labor und erreicht damit ein Präzisionsniveau, das über Standard-Feldmessungen deutlich hinausgeht:

Berührungslose 3D-Vermessung: Ein 7-Achs-Laserscanner (Genauigkeit 50 µm) und ein mobiler Messarm erfassen komplex geformte Objekte und organische Konturen in einem 4,8-Meter-Arbeitsraum. Besonders relevant ist dies bei der Digitalisierung verschlissener Komponenten wie Slipper-Körper oder Walzensegmente.

Spektrometer-Materialanalyse: Mittels Optischer Emissionsspektrometrie (OES) bestimmen wir die exakte chemische Zusammensetzung des Originalstahls. Die Analyse umfasst 14 Elemente einschließlich Kohlenstoff- und Stickstoffspuren – so lässt sich ein Ersatzwerkstoff spezifizieren, der die Verschleißbeständigkeit des Originals erreicht oder übertrifft.

Taktile Koordinatenmessung: Für Massivteile, bei denen Form- und Lagetoleranzen verifiziert werden müssen, setzen wir unser Labor-Portalmessgerät mit Antastabweichungen von lediglich 1,3 µm ein.

Unsere Spezialität ist die Hybrid-Modellierung: Klassische Konstruktionstechniken, 3D-Freiform-Modellierung und messtechnische Daten werden zusammengeführt. Verschlissene Bauteile lassen sich so digital bereinigen – die Auswirkungen jahrelanger Abrasion werden im Modell entfernt und das Teil auf seine ursprünglichen Sollmaße zurückgeführt.

Universelle Datenkonversion: Wir vermeiden Software-Abhängigkeiten. Ob Ihr Werk mit Siemens NX, Pro/Engineer, Inventor oder SolidWorks arbeitet – wir liefern native oder neutrale Daten (STEP, IGES, STL, VDA, DXF, DWG), die sich nahtlos in Ihre bestehenden Systeme integrieren.

Umfassende Dokumentation: Jedes Reverse-Engineering-Projekt schließt mit vollständigen technischen Illustrationen ab – einschließlich Explosionsansichten und detaillierter Montagezeichnungen. Ihr Wartungsteam erhält damit eine fundierte Dokumentationsgrundlage für die kommenden Jahrzehnte.

Technisch-kommerzieller ROI – Unabhängigkeit vom OEM: Die Vorlaufzeiten sinken, da die oft 6-monatigen Wartezeiten auf OEM-Ersatzteile entfallen. Technische Zeichnungen und Stücklisten ermöglichen die Fertigung über lokale Zulieferer oder Ihren eigenen Fertigungskreis. Häufig stellen wir zudem fest, dass Originalteile aufgrund ungeeigneter Werkstoffwahl vorzeitig versagt haben. Auf Basis unserer Labordaten empfehlen wir optimierte Legierungen, die den Lebenszyklus der Komponente verlängern und die Gesamtbetriebskosten (TCO) senken.

Reverse Engineering ist ein wirksames Instrument für Nachhaltigkeit: Statt eine komplette Maschine zu verschrotten, weil ein einzelnes proprietäres Teil nicht mehr verfügbar ist, rekonstruieren wir gezielt die technische Basis Ihrer Anlage und sichern deren Wirtschaftlichkeit langfristig.

Technische Merkmale

  • 7-Achs-Laserscanner mit 50 µm Genauigkeit im 4,8-m-Arbeitsraum
  • Spektrometer-Materialanalyse (OES) – 14 Elemente
  • Taktile Koordinatenmessung mit 1,3 µm Antastabweichung
  • Parametrische Volumenmodellierung mit vollständiger Konstruktionshistorie
  • Universelle CAD-Datenkonversion – kein Software-Lock-in
  • Vollständige technische Dokumentation inkl. Explosionsansichten
  • Metallurgische Aufwertung für optimierte Bauteillebensdauer

Diese Produkte sind individuell auf Ihre spezifischen Anforderungen zugeschnittene Lösungen. Kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Wir sind auf verwaiste Maschinen spezialisiert. Unser hauseigenes Labor verfügt über 7-Achs-Laservermessung, Spektrometer-Materialanalyse und taktile Koordinatenmessung. Damit dokumentieren und rekonstruieren wir Anlagen vollständig – unabhängig vom Originalhersteller.
OEM-Abhängigkeit entfällt: keine monatelangen Wartezeiten mehr auf proprietäre Ersatzteile. Sie erhalten technische Zeichnungen und Stücklisten und können lokale Zulieferer für die Fertigung einsetzen. In vielen Fällen werten wir zusätzlich die Metallurgie auf und verlängern so die Lebensdauer über das Original hinaus.
Unsere Hybrid-Modellierung eliminiert verschleißbedingte Abweichungen im digitalen Modell und führt das Bauteil auf Sollmaße zurück. Anschließend analysieren wir die Materialchemie des Originals mittels OES und spezifizieren dort optimierte Legierungen, wo der Originalwerkstoff Schwächen zeigte.

Fragen?

Unser Expertenteam berät Sie gerne zu diesem Produkt.

Auf einen Blick

  • Individuelle Fertigung
  • Made in Germany
  • Weltweiter Versand
  • Technischer Support